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Forex Steuern in Deutschland 2026

Aktualisiert März 2026 · Lesezeit: 12 Min.

⚠️ Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Steuerberatung dar. Konsultieren Sie einen Steuerberater für Ihre individuelle Situation.

Das Wichtigste in Kürze

Abgeltungsteuer (KapESt)

In Deutschland unterliegen Forex-Gewinne der Abgeltungsteuer (Kapitalertragsteuer). Diese beträgt pauschal 25% auf alle realisierten Kursgewinne. Dazu kommt der Solidaritätszuschlag von 5,5% auf die Abgeltungsteuer und ggf. Kirchensteuer (8% bzw. 9% je nach Bundesland).

Rechenbeispiel:
Forex-Gewinn 2026: €10.000
- Sparerpauschbetrag: -€1.000
= Steuerpflichtiger Gewinn: €9.000
Abgeltungsteuer (25%): €2.250
Solidaritätszuschlag (5,5%): €123,75
Gesamte Steuerlast: €2.373,75 (26,375%)
Netto-Gewinn: €7.626,25

Verlustverrechnung für Termingeschäfte

Seit 2021 gibt es eine umstrittene Regelung: Verluste aus Termingeschäften (CFDs, Futures, Optionen) können nur noch bis maximal €20.000 pro Jahr mit Gewinnen aus gleichartigen Geschäften verrechnet werden. Übersteigende Verluste werden in Folgejahre vorgetragen.

Achtung: Diese Regelung kann dazu führen, dass Sie Steuern auf Nettogewinne zahlen müssen, obwohl Ihre Gesamtbilanz negativ ist. Beispiel: €50.000 Gewinn und €40.000 Verlust → Sie versteuern €30.000 (€50.000 minus max. €20.000 Verlustverrechnung), obwohl Ihr tatsächlicher Gewinn nur €10.000 beträgt.

Ausländische Broker & Steuererklärung

Die meisten Forex Broker (Pepperstone, IC Markets, Exness, etc.) haben ihren Sitz im Ausland und führen keine deutsche Kapitalertragsteuer ab. Das bedeutet: Sie müssen Ihre Gewinne selbst in der Steuererklärung angeben (Anlage KAP).

Vorteil: Ihr Kapital wächst unterjährig unversteuert — Sie zahlen erst im Folgejahr bei der Steuererklärung. Pflicht: Dokumentieren Sie alle Trades sorgfältig. Die meisten Broker bieten Jahresabrechnungen an.

Tipps zur Steueroptimierung

1.Nutzen Sie den Sparerpauschbetrag (€1.000 für Singles, €2.000 für Ehepaare)
2.Führen Sie ein Trading-Tagebuch für die Steuererklärung
3.Laden Sie die Jahresabrechnung Ihres Brokers rechtzeitig herunter
4.Berücksichtigen Sie die €20.000-Verlustverrechnungsgrenze bei Ihrer Strategie
5.Konsultieren Sie einen auf Trading spezialisierten Steuerberater
6.Prüfen Sie, ob die Günstigerprüfung bei niedrigem Einkommen vorteilhaft ist

Steuern in Österreich & Schweiz

🇦🇹 Österreich: Kapitalertragsteuer (KESt) von 27,5% auf Forex-Gewinne. Kein Solidaritätszuschlag. Verlustverrechnung mit anderen Kapitaleinkünften möglich.

🇨🇭 Schweiz: Für private Trader in der Regel steuerfrei, sofern nicht als gewerbsmäßiger Handel eingestuft (Kriterien: Handelsfrequenz, Fremdkapital, Haltedauer).

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