Forex Steuern in Deutschland 2026
⚠️ Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine Steuerberatung dar. Konsultieren Sie einen Steuerberater für Ihre individuelle Situation.
- Abgeltungsteuer: 25% auf realisierte Gewinne
- Solidaritätszuschlag: 5,5% auf die Abgeltungsteuer
- Effektiver Steuersatz: 26,375% (ohne Kirchensteuer)
- Mit Kirchensteuer: bis zu ~28% (je nach Bundesland)
- Sparerpauschbetrag: €1.000 pro Person (€2.000 für Ehepaare)
- Verlustverrechnung CFDs: max. €20.000/Jahr für Termingeschäfte
Abgeltungsteuer (KapESt)
In Deutschland unterliegen Forex-Gewinne der Abgeltungsteuer (Kapitalertragsteuer). Diese beträgt pauschal 25% auf alle realisierten Kursgewinne. Dazu kommt der Solidaritätszuschlag von 5,5% auf die Abgeltungsteuer und ggf. Kirchensteuer (8% bzw. 9% je nach Bundesland).
Verlustverrechnung für Termingeschäfte
Seit 2021 gibt es eine umstrittene Regelung: Verluste aus Termingeschäften (CFDs, Futures, Optionen) können nur noch bis maximal €20.000 pro Jahr mit Gewinnen aus gleichartigen Geschäften verrechnet werden. Übersteigende Verluste werden in Folgejahre vorgetragen.
Achtung: Diese Regelung kann dazu führen, dass Sie Steuern auf Nettogewinne zahlen müssen, obwohl Ihre Gesamtbilanz negativ ist. Beispiel: €50.000 Gewinn und €40.000 Verlust → Sie versteuern €30.000 (€50.000 minus max. €20.000 Verlustverrechnung), obwohl Ihr tatsächlicher Gewinn nur €10.000 beträgt.
Ausländische Broker & Steuererklärung
Die meisten Forex Broker (Pepperstone, IC Markets, Exness, etc.) haben ihren Sitz im Ausland und führen keine deutsche Kapitalertragsteuer ab. Das bedeutet: Sie müssen Ihre Gewinne selbst in der Steuererklärung angeben (Anlage KAP).
Vorteil: Ihr Kapital wächst unterjährig unversteuert — Sie zahlen erst im Folgejahr bei der Steuererklärung. Pflicht: Dokumentieren Sie alle Trades sorgfältig. Die meisten Broker bieten Jahresabrechnungen an.
Tipps zur Steueroptimierung
Steuern in Österreich & Schweiz
🇦🇹 Österreich: Kapitalertragsteuer (KESt) von 27,5% auf Forex-Gewinne. Kein Solidaritätszuschlag. Verlustverrechnung mit anderen Kapitaleinkünften möglich.
🇨🇭 Schweiz: Für private Trader in der Regel steuerfrei, sofern nicht als gewerbsmäßiger Handel eingestuft (Kriterien: Handelsfrequenz, Fremdkapital, Haltedauer).
Alle gelisteten Broker bieten detaillierte Jahresabrechnungen für die deutsche Steuererklärung. Vergleichen Sie Broker nach Spreads, Gebühren und Regulierung.
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